Ein frohes und gesegnetes Osterfest!

„Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!“ Dieses Osterlob erklingt auch heute noch in unseren Gottesdiensten am Ostermorgen. Wir feiern die Auferstehung Jesu, den Sieg des neuen Lebens, das stärker ist als der Tod.

In diesem Jahr klingt die Osterbotschaft vielleicht heller und lauter als je zuvor. Denn seit vielen Monaten zeigt uns die Corona-Krise Grenzen auf, wird der „Lockdown“ Woche um Woche verlängert. Viele von uns leiden unter den Einschränkungen und unter der lähmenden Ungewissheit. Sie misstrauen den zahlreichen Versprechen auf Besserung. Viele von uns fühlen sich alleingelassen und wie vom Leben abgeschnitten. Manche sind existenziell vom wirtschaftlichen Engpass betroffen. Manche sind an Corona erkrankt und leiden unter den Spätfolgen. Manche trauern um einen geliebten Angehörigen, den sie durch die Krankheit verloren haben. Gemeinsam ist uns allen die große Sehnsucht nach Leben und Zukunft. Wir möchten wieder leicht und unbeschwert in den Tag gehen, erwartungsvoll nach vorne schauen können. Wir wünschen uns Sicherheit, aber auch die Rückkehr der Geselligkeit und die Normalität des öffentlichen Lebens. Das alles werden wir wohl nicht in unserem „Osternest“ finden. Und doch schenkt uns Ostern so viel.

Im Lukasevangelium lesen wir von zwei Jüngern, die miteinander auf dem Weg sind. Sie sind in Trauer versunken. Mit Jesus ist auch ihre Hoffnung gestorben. Enttäuscht kehren sie zurück in ihr Dorf. Da gesellt sich ein Fremder zu ihnen. Er nimmt Anteil an ihrem Leid, will trösten und Mut machen. Dass es ihr auferstandener Herr ist, bemerken die beiden nicht. Erst als er beim gemeinsamen Essen das „Brotwort“ spricht, erkennen sie ihn. Endlich können auch sie es glauben: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden!  Nun sehen sie sehen wieder Licht am Horizont. Freude zieht in Haus ein. Eine hoffnungsvolle Zukunft tut sich vor ihnen auf.  

In unseren Ostergottesdiensten gehen wir diesen Weg ganz bewusst: Von der Dunkelheit ins Licht, von der Trauer zur Freude, von der Hoffnungslosigkeit des Todes zur Auferstehung und zum Leben. Gott, der seinen Sohn nicht im Tod gelassen hat, lässt auch uns nicht im Stich.  Die Osterbotschaft kann uns neuen Mut und neue Kraft geben. Sie lädt uns ein, unseren Blick selbst in schweren Zeiten nach vorne zu richten. Durch Jesus Christus haben wir Anteil am neuen Leben. Mit Gottes Beistand können wir getrost und erwartungsvoll in die Zukunft gehen.

Selbst wenn Sie in diesem Jahr keinen Ostergottesdienst besuchen wollen oder können, sollen Sie doch wissen: Wir sind in Gedanken mit Ihnen verbunden. Und: Die Osterbotschaft gilt auch noch heute! „Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!“ Wir laden Sie ein, am Ostersonntag beim Glockenläuten eine Kerze anzuzünden und den Tag mit einer kleinen Feier zu beginnen. Anleitungen dazu finden Sie auf im Foyer unserer St.Lambertus-Kirche und hier:

https://www.michaeliskloster.de/kigo/liturgische-Bausteine/Ostern (Download: OsterGottesdienst in der Familie) oder https://www.michaeliskloster.de/in-zeiten-von-corona/gottesdienst-zeitgleich (Download: Ostersonntag)

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein gesegnetes, frohes Osterfest

und grüßen Sie herzlich,

Ihr Kirchenvorstand der Kirchengemeinde St.Lambertus

mit Pfarrerin Marion Scholz-Müller und Pfarrer Friedrich Müller