Konfirmation

Der "Konfirmandenunterricht" ist anders als in früheren Jahrzehnten.

Dabei ist die Grundstruktur gleichgeblieben: Wir in Eyb haben noch den zweijährigen Kurs. Der Präparandenkurs beginnt im Oktober des ersten Jahres mit einem Gottesdienst. Meist findet in dieser Zeit auch eine Präparandenrüstzeit in einem Selbstversorger_Freizeitenheim statt. Im Oktober des zweiten Jahres beginnt dann der Konfirmandenkurs. Abschluss ist ein halbes Jahr später mit der Konfirmation entweder am Sonntag Miserikordias Domini oder am Sonntag Jubilate - auf zwei Termine aufgeteilt wegen der großen Zahl der Konfirmandinnen und Konfirmanden.

Unterricht findet statt am Freitagnachmittag (Präparanden) und am Samstagvormittag (Konfirmanden). Die früheren Mittwoch-Stunden sind wegen des Nachmittagsunterrichts der Schüler nicht mehr organisierbar. Am Freitagnachmittag oder Samstagvormittag ist mehr Zeit und Offenheit. Lieber ein Block am Samstag als ein paar Einzelstunden mittwochs.

Anders sind auch die Arbeitsformen. Es wird weniger auswendig gelernt, mehr kreativ gestaltet. Wichtig ist die Gruppe, das gemeinsame Erleben, gemeinsames Singen. Der geistliche Akzent ist wieder stärker geworden. Weniger "Unterricht", mehr "gemeinsame Zeit", die aber intensiv gestaltet, wenn es denn gelingt.

In der Regel sind wir dabei wenigstens zwei erwachsene Mitarbeiter: Immer häufiger arbeiten ältere Jugendliche, aber auch erwachsene Mitglieder der Kirchengemeinde ehrenamtlich mit. Das ist eine wichtige Entdeckung auch für die Jugendlichen.

Anders ist die größerer Breite von Gottesdienst-Angeboten. Wir erwarten von den Jugendlichen, dass sie im Durchschnitt einmal im Monat/jede zweite Woche einen Gottesdienst besuchen. Das muss nicht der Hauptgottesdienst am Sonntagvormittag sein. Auch andere Gottesdienste, etwa spezielle Jugendgottesdienste in den Ansbacher Gemeinden, oder eine Abendandacht, und der Gottesdienst am Urlaubsort zählen dazu.

Anders ist auch die bereits von Anfang an geltende Zulassung zum Abendmahl. Seit wir Kinder zum Abendmahl zulassen, gilt dies ebenso für die Präparanden- und Konfirmandenzeit. Allerdings nehmen wir uns im zweiten Herbst bei einem Konfirmanden-Wochenende im Gemeindehaus noch einmal intensiv Zeit, um über das Abendmahl nachzudenken und es ganz bewusst zu feiern.

Eine gute, wenigstens brauchbare Erfahrung mit "Kirche" soll die Konfirmandenzeit werden. Begleitung in einer wichtigen Lebensphase soll geboten werden. Das Nachdenken über Gott und die Welt, über sich selbst und den Glauben soll angestoßen und weitergeführt werden. Der Segen für den weiteren Lebensweg hat am Ende mehr Gewicht als das - auch früher schon - oft nur zaghafte Bekenntnis des Glaubens.

Wichtig ist, dass es der Erwachsenen-Gemeinde gelingt, die Jugendlichen wahrzunehmen und aufzunehmen - eine sensible Aufgabe ganz gewiss. Dazu gebe Gott seinen Segen.